Unsere Einstellung zur Kunst und das Sein

Das “Prekäre”  als künstlerische Strategie einer Wirklichkeitsaneignung beinhaltet , neben seinen negativen Konnotationen, auch ein erstaunliches Differenzialkapital zur Selbstbehauptung. Ein Aufbegehren gegen das Eindeutige, das Glatte, das Bekannte, das Vertraute, das Angenehme, das rein auf ökonomisches Überleben gerichtete Denken. Ein radikales Begehren nach Lust, Leidenschaft und Freiräumen zur Selbstbehauptung, auch wenn dies manchmal Erschöpfung, Selbstausbeutung und Fehler inkludiert. Wir bewegen uns und unsere Gedanken – und möchten mit unserem Tun auch anregen, dies auch selbst zu erfahren.

Sarah Kretschmer

  • Lebt und arbeitet in Salzburg
  • 1992 Abschluss der schweizerischen Höheren Hotelhandesschule mit eidgenössischem Diplom.
  • bis 1999 tätig in der Kongresshotellerie in Bereich Sales&Marketing (D & CH)
  • 2001 bis 2015 in der Hauptaufgabe als Mutter von drei Kindern engagiert.
  • seit 2015 Konzentration auf diverser kulturelle Interventionen. Schreiben, organisieren mitmachen, initiieren, durchführen…
  • seit 2017 Mitarbeiterin am Institut für Spielforschung an der Universität Mozarteum.
  • 2018 Publikation des Kinder-Kunst-Bilderbuches „Der richtige Riecher“
  • erschienen beim Verlag Bibliothek der Provinz | Weitra – ausgezeichnet mit dem ersten Preis des österreichischen Bibliothekenverbandes unter dem Titel „Spurensuche“)
  • 2019 Gründung der Initiative Paul&Paula – das Medienlabor für Tens und Teens.
  • 2019 Auszeichnung mit dem Landespreis für kulturelle Bildung (Salzburg)
  • 2020 Teilnahme am Festival „Zwischenräume“ in Salzburg
  • 2020 Veröffentlichung des Titels „sag mal… haben Tiere auch einen Himmel“ beim Verlag Bibliothek der Provinz | Weitra)

Friedrich Rücker

  • Lebt und arbeitet in Salzburg 
  • 1998 Diplom Mag. Art / Meisterklasse für experimentelle Gestaltung an der Hochschule für Gestaltung, Linz
  • 2012 Master of Science, Educational Multimedia-Leadership / Donauuniversität Krems, 
  • Freischaffender Künstler, Möbeldesigner und Ausstellungsgestalter
  • 2019 Auszeichnung mit dem Landespreis für kulturelle Bildung (Salzburg)

Die Organisation von Paul&Paula

Selbst bin ich aufgewachsen in der Zeit der 70/80-er Jahre, in denen die Welt der Medien rasend gewachsen ist, Fernsehen in fast jedem Haushalt:

Ein fix verlässlichlicher Termin war der Donnerstag: da kam das neue Kinoprogramm.

Dann kam die Zeit der freien Video-Wirtschaft: Filme zu jeder Zeit und fast überall selbstbestimmt sehen war möglich – wann, wo und wie oft man wollte…

Feine Sache: Jedoch: Die Produktionen und Programme waren fertig – mussten konsumiert werden, so wie sie vorgesetzt wurden und konnten nicht beeinflusst, nicht verändert, nicht selber gestaltet werden.

Es gab schlicht keine Software, keine Digitalkameras, keine Handys – und wer konnte sich schon eine Super-8 Kamera und ein Schneidepult leisten… Aufgewachsen und mitgewachsen sind wir ‚aus dieser Zeit‘ mit den Angeboten, die es gab – und es ist alles weitergewachsen: heute kann überall und mit fast jedem Smartphone und fast jeder Kamera „selber gemacht“ werden!

Ich frage mich: Wie konnte das sein: meine Kinder, die ohne Fernsehen aufgewachsen sind, die oft ins Theater gegangen sind, draussen waren und unzählig viele Bücher (vor)gelesen (bekommen) haben … auch sie können ohne körperliche (Unruhe)Erscheinung locker 10 Stunden YouTube, soziale Medien und anderes am Smartphone konsumieren … kritiklos?!

Somit steht ganz klar – und weit oben: Die Aufgabe, eine Mediensozialisation zu unterstützen – auch unter Beachtung der Tatsache, dass YouTube u.ä. einen fixen Bestandteil der zeitgemässen (Jugend)Kultur ausmachen.

Dies wird überall diskutiert… immer dichter werden die Kreise, in denen diese Thematik besprochen wird. Auch politisch. In Schulen, Jugendgruppen und an den Tischen der Lokale: die Zeit verlangt ein Angebot in genau diesem Punkt.

Wir bieten kein Trickfilmstudio, keine High-End-Computeranimation, sondern: erarbeitete Erfahrungen, die digital betrachtet werden können.

Mit diesen Kursen möchte ich den Anreiz schaffen, vielleicht sogar (die Vision:) ein Trickfilm-Studio für Jugendliche und Kinder in Salzburg fest zu etablieren.

Das Ziel ist es, einen Gestaltungsraum für kulturelles Lernen zu schaffen!

Einen Raum, in dem Jugendliche auf Ihre eigene Imagination zurückgreifen können und eine Diskussionsebene finden, wo sie sich aus den in den Medien an sie herangetragenen Ideen anreichern können, diese durch ihre Ideen selber weiterentwickeln können und sich mit allen Ergebnissen selbst der Öffentlichkeit präsentieren können. Denn die Öffentlichkeit wird integrativer Bestandteil, wenn es darum geht den Wunsch nach Zugehörigkeit und Beteiligung zu befriedigen.

Jugendliche sind im Findungsprozess und brauchen alle einen Proberaum, um sich selber stets neu auszuprobieren und zu erfahren:

Denn schliesslich kann ich doch nicht nur sagen „da fehlt was!“ und lehn mich zurück.

Na, da ist es doch klar „ich tu was!“