Sarah-Maria Kretschmer
Die Organisation von Paul&Paula

Selbst bin ich aufgewachsen in der Zeit der 70/80-er Jahre, in denen die Welt der Medien rasend gewachsen ist, Fernsehen in fast jedem Haushalt:

Ein fix verlässlichlicher Termin war der Donnerstag: da kam das neue Kinoprogramm.

Dann kam die Zeit der freien Video-Wirtschaft: Filme zu jeder Zeit und fast überall selbstbestimmt sehen war möglich – wann, wo und wie oft man wollte…

Feine Sache: Jedoch: Die Produktionen und Programme waren fertig – mussten konsumiert werden, so wie sie vorgesetzt wurden und konnten nicht beeinflusst, nicht verändert, nicht selber gestaltet werden.

Es gab schlicht keine Software, keine Digitalkameras, keine Handys – und wer konnte sich schon eine Super-8 Kamera und ein Schneidepult leisten… Aufgewachsen und mitgewachsen sind wir ‚aus dieser Zeit‘ mit den Angeboten, die es gab – und es ist alles weitergewachsen: heute kann überall und mit fast jedem Smartphone und fast jeder Kamera „selber gemacht“ werden!

Ich frage mich: Wie konnte das sein: meine Kinder, die ohne Fernsehen aufgewachsen sind, die oft ins Theater gegangen sind, draussen waren und unzählig viele Bücher (vor)gelesen (bekommen) haben … auch sie können ohne körperliche (Unruhe)Erscheinung locker 10 Stunden YouTube, soziale Medien und anderes am Smartphone konsumieren … kritiklos?!

Somit steht ganz klar – und weit oben: Die Aufgabe, eine Mediensozialisation zu unterstützen – auch unter Beachtung der Tatsache, dass YouTube u.ä. einen fixen Bestandteil der zeitgemässen (Jugend)Kultur ausmachen.

Dies wird überall diskutiert… immer dichter werden die Kreise, in denen diese Thematik besprochen wird. Auch politisch. In Schulen, Jugendgruppen und an den Tischen der Lokale: die Zeit verlangt ein Angebot in genau diesem Punkt.

Wir bieten kein Trickfilmstudio, keine High-End-Computeranimation, sondern: erarbeitete Erfahrungen, die digital betrachtet werden können.

Mit diesen Kursen möchte ich den Anreiz schaffen, vielleicht sogar (die Vision:) ein Trickfilm-Studio für Jugendliche und Kinder in Salzburg fest zu etablieren.

Das Ziel ist es, einen Gestaltungsraum für kulturelles Lernen zu schaffen!

Einen Raum, in dem Jugendliche auf Ihre eigene Imagination zurückgreifen können und eine Diskussionsebene finden, wo sie sich aus den in den Medien an sie herangetragenen Ideen anreichern können, diese durch ihre Ideen selber weiterentwickeln können und sich mit allen Ergebnissen selbst der Öffentlichkeit präsentieren können. Denn die Öffentlichkeit wird integrativer Bestandteil, wenn es darum geht den Wunsch nach Zugehörigkeit und Beteiligung geht zu befriedigen.

Jugendliche sind im Findungsprozess und brauchen alle einen Proberaum, um sich selber stet neu auszuprobieren und zu erfahren:

Alles organisatorische: übernehme ich.

Denn schliesslich kann ich doch nicht nur sagen „da fehlt was!“ und lehn mich zurück.

Na, da ist es doch klar „ich tu was!“

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